Debakel in der Liebenbachstadt
Die SG Beiseförth/ Malsfeld hat im Achtelfinale des Krombacher Kreispokals ein herbe 0:4 Schlappe gegen den Kreisligisten TSV Spangenberg hinnehmen müssen und ist somit ausgeschieden. Die Spangenberger dürfen sich hingegen am nächsten Dienstag auf ein Duell mit dem Verbandsligisten TSV Wabern freuen.
Bei ungemütlichen Wetter nutzten der heimische TSV gleich seine erste Gelegenheit. Ein abgefälschter Döring Freistoß fand den Weg ins Tor und so stand es schon in der 6. Minute 1:0. Unsere SG ließ sich davon aber in der ersten halben Stunde nicht beeinflussen und hatte mehr vom Spiel. Man merkte den Spielern an, dass sie mit wenigen Ballkontakten und schnellem Spiel die Spangenberger Hintermannschaft aushebeln wollten, doch leider scheiterten sie an technischen Fehlern und einem guten Stellungsspiel der Heimmannschaft.
In der 7. min hatte Neuzugang Gisder eine aussichtsreiche Gelegenheit aus 7 m auszugleichen, doch sein Schuss ging über das Gehäuse. In der 18. min schoss Neuzugang Gerhardt zu ungenau und in der 28. min hielt der sichere Keeper Kaufholz eine Kopfballverlängerung vom aktivsten SG Spieler Kaiser. Dieser hatte kurz zuvor (25.) eine selbstverschuldete Torchance der Gäste durch eine reaktionsschnelle Rettungsaktion auf der Torlinie zu Nichte gemacht.
In der 35. min hatte dann Lukasz die größte Torchance der SG in Hälfte eins. Er setzte sich super gegen Giese am Strafraum durch, stolperte dann aber den Ball harmlos auf das Heimtor. In der 38. hatte dann noch mal Kaiser eine Kopfballchance nach Ecke von Kai Helfers, aber auch dieser fand nicht das gewünschte Ziel. Spangenberg spielte in Hälfte eins zurückhaltend, aber souverän und die SG zeigte nur in den ersten dreißig Minuten gefälligen Fussball, danach zerfiel das Spiel immer mehr. In der 40. min hielt die unsichere Schiedsrichterin die SG im Spiel. Ein Befreiungsschlag von Krippendorf prallte unglücklich von Otys ins eigene Tor. Doch glücklicherweise und zum Unverständnis vieler Zuschauer, pfiff die Schiedsrichterin Stürmerfoul. Glück gehabt!
In Hälfte zwei ließ die SG ein wenig auf sich warten, bevor sie im strömenden Regen das Spiel wieder aufnahm. Trainer Rohde wechselte zweimal aus und stellte das System von 4-4-2 auf 4-3-3 um. Die guten Erfahrung aus Lenderscheid und der kleine Platz in Spangenberg ließ darauf hoffen, dass die SG nun zum erwünschten Torerfolg kommt.
Gleich die erste gefährliche Szene nach der Pause hätte zum Ausgleich führen müssen. Molnar flankte hervorragend ins Sturmzentrum, doch Neuzugang Seque verpasste den Ball (51.) und die größte Chance in Hälfte zwei war somit schon gegessen. Vom anfänglichen guten SG Spiel war nunmehr kaum etwas zu sehen und auch die in der 1. Hälfte gut stehende Abwehr leistete sich nun einige Schnitzer.
Zwischen der 50 und 75. min tat sich kaum etwas im Spiel. Der vorgezogene Kaiser hatte dann in der 76. min kein Glück bei seinem Fernschuss. In der 78. min war dann der Goalgetter der Liebenbachstetter René Schwiebs zur Stelle als einige grobe Abwehrfehler begangen wurden (ausgehend vom Gegnerischen 16er) und letztendlich Schwiebs aus 15 m zum Tore schießen eingeladen wurde. In der 80. hatten wir dann unsere letzte gefährliche Szene als der Gästekeeper eine Schuss von Becker entschärfte. Die Tore 3 und 4 für die Spangenberger schoss Sicran in der 82. und 90. min. Auch in diesen Fällen sah die SG Defensive alles andere als gut aus.
Schlussendlich ein hochverdienter Sieg des TSV. Nur in den ersten 30 Minuten der Partie zeigten wir, dass wir die höherklassige Mannschaft sind. Technische, körperliche und spielerische Mittel fehlten im gesamten Spielverlauf um den Gegner in ernsthafte Verlegenheit zu bringen.
Doch nun haben wir Zeit daran zu arbeiten, da die nächsten Pokalrunden ohne uns stattfinden werden und der Trainingsbetrieb seinen normalen Vorbereitungsweg nehmen kann.
Aufstellung SG:
Krippendorf – Schneider, Otys, Kaiser, Berisha (45. Helfers, D.) – Lukasz, Molnar, Gisder, Seque- Helfers, K.(45. Becker), Gerhardt (70. Otto)
1:0 Döring(6.), 2:0 Schwiebs(78.), 3:0 u. 4:0 Sicran(82.,90.)
Quelle: Benjamin Giesen
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