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2010: Heimspiel gegen Mengsberg

Geburtstagskind Pallas sorgt für 1-0 Sieg

Es war wieder einer der Tage, für die das Wort „ausgerechnet“ erfunden wurde. „Ausgerechnet“ Dirk Pallas trifft „ausgerechnet“ an seinem 36. Geburtstag zum ersten Mal nach seiner Rückkehr aus Schwarzenberg für die SG und sorgte damit nicht nur für den 1-0 (1-0) Sieg der SG gegen den TSV Mengsberg, sondern er verschaffte damit der SG, bei nunmehr 7 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, auch eine perfekte Ausgangssituation in den verbleibenden Spielen um den Klassenerhalt.

Dabei begann die Partie alles andere als gut, denn die ersten Gelegenheiten hatten die Gäste. Zunächst scheiterte Usbeck mit einem Volleyschuss am erneut starken Ralf-Urs Giesen (14.) und anschließend ging ein Kopfball des gleichen Spielers am Tor vorbei (20.). Die einzige Gelegenheit in dieser Phase für die SG hatte Maxi Kaiser, dessen Kopfball allerdings über das Tor ging (23.). Fünf Minuten vor der Pause brannte es dann lichterloh vorm SG Tor. Zunächst konnte Ralf-Urs Giesen einen Schuss zur Ecke abwehren und an deren Anschluss schossen die Gäste aus fünf Metern über das leere Gehäuse (40.).

Völlig überraschend kam dann das „Tor des Tages“. Dino Bruno setzte sich über die rechte Seite durch, flankte an allen Mengsberger Spielern vorbei den Ball in die Mitte und fand Dirk Pallas, der am langen Pfosten goldrichtig stand und den Ball aus kurzer Torentfernung in bester Mittelstürmermanier über die Linie drückte (45.). Mit dieser durchaus glücklichen Führung für die SG ging es in die Pause.

Durchgang 2 begann dann äußerst unglücklich für die SG. Mit Robert Fink und Viktor Gerhardt mussten gleich zwei Spieler verletzungsbedingt in der Kabine bleiben. Und zu allem Überfluss zog sich Dino Bruno nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff eine Zerrung zu, so dass SG Trainer Armin Rohde personell für den Rest der Partie die Hände gebunden waren. Die zweite Halbzeit begann, im Vergleich zur ersten Hälfte, recht munter.

Zunächst war es Pallas, der aus aussichtsreicher Position zum Schuss kam, aber über den Kasten schoss. (48.). Auf der Gegenseite flog eine Hereingabe der Mengsberger quer durch den Fünfmeterraum der SG, aber keiner der Akteure kam an den Ball heran (50.). Die dickste und bis zum Spielende letzte richtig gute Chance für die SG hatte dann Fabian Sommer. Nach einem langen Ball kam er rund zehn Meter vor dem Tor völlig frei stehend zum Abschluss. Anstatt den Ball aufs Tor zu hämmern verzog er völlig und der Schuss ging am Tor vorbei (52.).

In der Folge spielten eigentlich nur noch die Gäste, die sich allerdings im Auslassen allerbester Torgelegenheiten überboten. Zunächst zeigte Keeper Giesen wieder sein ganzes Können, als er einen Ball zur Ecke abwehrte (60.). Kurz darauf war aber auch er geschlagen. Kleimann schloss aus der Drehung ab, Maxi Kaiser touchierte den Ball minimal, was allerdings ausreichte, die Richtung des Balles so zu verändern, dass er lediglich an den Innenpfosten prallte. Benni Giesen bereinigte dann, auf Kosten einer Ecke, endgültig die Situation (72.). Nur eine Minute später stand ein TSV Spieler völlig allein vorm SG Tor, schoss aber vorbei (73.).

Die SG, die stehend ko wirkte, hatte nur noch Kampf entgegenzusetzen. Aufgrund des kraftaufwendigen Spiels konnte sie sich kaum noch befreien und wirkte bei möglichen Kontern zu überhastet. So war es am Ende wieder einmal Ralf-Urs Giesen, der seinen Mannen den Sieg rettete. Zunächst blieb er Sieger im Duell Mann gegen Mann (76.) und auch in der 85. Minute war er bei einem harten Schuss des TSV nicht zu überwinden. Trotz der Überlegenheit kam der TSV am Ende zu keinen weiteren Chancen. Nichtsdestotrotz waren am Ende wieder alle SG Anhänger der Verzweiflung nahe, da der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Römer offensichtlich Gefallen am Spiel gefunden hatte und statt der angezeigten zwei Minuten Nachspielzeit fast fünf Minuten nachspielen ließ. Doch auch diese bangen Minuten überstand die SG irgendwie schadlos. Was folgte war Jubel allenthalben, auch wenn manche SG-Spieler erstmal einfach nur auf dem Platz umfielen.

Wie erwähnt ist die Tür zum Erhalt der Klasse nun ganz weit aufgestoßen für die SG. Im Idealfall kann diese schon am kommenden Mittwoch beim Auswärtsspiel in Willingen unter Dach und Fach gebracht werden, doch bei dieser schwierigen Aufgabe hat die SG zwei schwerwiegende Handicaps: Es ist nicht klar, ob alle verletzten Spieler wieder einsatzfähig sind und erstmals in dieser Saison kann der Fanbus nicht fahren, so dass die Unterstützung der Fans nicht so groß sein wird, wie bei den letzten Auswärtspartien. Nichtsdestotrotz kann man sicher sein, dass Trainer Armin Rohde etwas einfallen wird, um auch in Willingen bestehen zu können.

Stimmen zum Spiel:

Armin Rohde:
„Da sich die Spieler des Gegners im Auslassen bester Torchancen überboten haben, konnten wir am Ende einen glücklichen, aber sehr wichtigen, Dreier einfahren. Ich muss jetzt erstmal gucken wie sich die unterschiedlichen Verletzungen meiner Spieler entwickeln, aber man kann sicher sein, dass wir auch in Willingen elf Mann aufbieten werden…“

Ralf-Urs Giesen:
„Ein echtes „Schweinepiel“, aber wenn am Ende abgerechnet wird, interessiert das keinen mehr.“

Statistik

SG: Ralf-Urs Giesen – Björn Otys, Maxi Kaiser, Fabi Sommer, Olli Schneider – Viktor Gerhardt (46. Andre Becker), Robert Fink (46. Sandor Molnar), Frizzi Perjesi, Benni Giesen - Dino Bruno (51. Pedro Seque), Dirk Pallas

TSV: Gleim - Yurt - Kähling, Wesner - Hempler (65. D. Heinmüller), Stehl, Usbek, Dingel (20. Spannknebel), G. Heinmüller - Kleinmann, Ural

Tor: Dirk Pallas (45.)

Zuschauer: 100

 
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